Die etwas andere Saison 2004/2005
Man sollte diesen Ausblick nicht zu ernst nehmen...... Kaum fallen die Blätter von den Bäumen, schon werden auch die ersten Trainer entlassen. Entgegen aller Vermutungen erwischt es nicht Kurt Jara als ersten, sondern Ewald Lienen wird in Hannover gefeuert. Dies alles nicht, weil 96 erfolglos ist, sondern weil der gute Ewald die Namen seiner Spieler nicht mehr weiss. Am Abend vor der Entlassung hatte Frau Lienen leider alle Zettel ihres Mannes vernichtet und so wusste Zettel-Ewald am nächsten Tag nicht mehr ein noch aus. Der Nachfolger wird übrigens recht schnell gefunden. 96 verpflichtet Rudi Gutendorf, der vorher Nationaltrainer der St.Vincent Inseln war und dort grosse Erfolge mit seiner Rudi-Riegel-Taktik feierte. Gutendorf führt als erste Massnahme einen Seniorentreff in der Geschäftsstelle von Hannover 96 ein. Derweil verordnet Felix Magath seinen Spielern ein gehöriges Mass an Diszplin nachdem man in der Champions-League gerade bei Ajax mit 0:4 untergegangen ist. Alle Spieler des Rekordmeisters müssen ab sofort die Felix-Magath Frisur a la Napoleon tragen. Ausserdem überlegt Felix die Gummitwist-Übungen von Klinsi zu übernehmen. Jens Jeremies ist übrigens dagegen - er hasste schon als Kind Gummitwist. In Mönchengladbach analysiert man derweil, warum man jedes Heimspiel verliert. Liegt es am neuen Stadion? Manager Hochstätter verpflichtet zu diesem Problem einen Psychologen, der die Ursache analysieren soll. Dieser stellt fest, dass einige Borussen-Spieler sich mental noch am Bökelberg befinden und physisch in der neuen Arena. Borussia verlegt daraufhin sämtliche Heimspiele an den Bökelberg und überträgt sie live per Videowand in die neue Arena. Dieser Service findet grossen Anklang, da zu Heimspielen nun immer beide Stadien ausverkauft sind. Borussia stellt so in der Partie gegen die Bayern einen neuen Zuschauerrekord mit 87.500 Zuschauern (53.000 im Sportpark plus 34.500 am Bökelberg) auf. Leider verliert man dieses Spiel mit 0:7, was Felix Magath mit den neuen Bayern-Frisuren in Zusammenhang bringt. Nachdem der HSV weiterhin mental ungefestigt durch die Bundesliga stolpert kommt Trainer Toppmöller die rettende Idee. Er führt beim Training alle 45 Minuten Pausen ein, in denen gemeinsames Rauchen auf dem Programm steht. Fortan rauchen die HSV-Profis in jeder Halbzeitpause und hoffen hierdurch auf Besserung. Nach drei weiteren Pleiten wird Toppmöller entlassen und alle HSV-Profis müssen eine Entziehungskur machen. Manager Beiersdorfer verpflichtet zur Leitung dieser Kur den Psychologen von Borussia Mönchengladbach. Trainer Schaaf freut sich derweil auf die Partie gegen Hannover um einmal persönlich Rudi Gutendorf zu treffen. Dieser erscheint aber nicht zum Spiel, da er die Partie einfach vergessen hat. Ewald Lienen hat derweil neue Zettel und einen neuen Stift gekauft und heuert beim Krisenklub in Kaiserslautern an, der Kurt Jara entlassen hat. Jara konnte noch immer keinen Punkt erbeuten und spekuliert derweil auf den Job als Nationaltrainer der St.Vincent Inseln. Volker Finke freut sich über einen neuen Strandkorb im schönen Freiburger Stadion. Ein Sponsor hat diesen neuen Korb gestiftet und gleichzeitig auch Sand, Steine und Möwen besorgt, damit Finke sich wie im Urlaub fühlen soll. Leider ist das Freiburger Stadion in den folgenden Wochen nicht bespielbar. Zu Beginn der Rückrunde schlagen die Mainzer den VfB Stuttgart mit 1:0. Diese Niederlage ärgert den Stuttgarter Trainer Sammer masslos. Im Interview nach dem Spiel läuft Sammer rot an und giftet wutentbrannt ins Mikrofon, dass er nie wieder "Helau" sagen würde. Seinen Spieler verbietet er beim sonntäglichen Straftraining ebenfalls das "Helau". Dort setzt er sogar noch eins drauf und ordnet anstatt des "Helau" grundsätzlich "Alaaf" an. Falko Götz hat grosse Sorgen....Seine Berliner können nicht mehr gewinnen und spielen zum zwölften Mal in Folge Unentschieden. Berlin erreicht einen neuen Rekord: Man verliert nur drei Spiele in einer Saison und steigt nach 31 Unentschieden trotzdem ab. Anders die Lage in Nürnberg. Klubpräsident Roth spielt "Der mit dem Wolf tanzt" und entlässt den Trainer aufgrund akuter Abstiegssorgen. Roth würde als Retter gerne Zettel-Ewald verpflichten - doch leider ist der ja schon in Lautern. Zufällig trifft Roth in einer Kneipe bei einem Bier und einer Zigarette Mario Basler und Klaus Toppmöller (besser hätte ich geschrieben: bei mehreren Schachteln Zigaretten). Roth kann sich nicht entscheiden, wen er nehmen soll und so verpflichet er beide. Nach kurzer Zeit muss der Ex-Borussen-Psychologe, welcher jetzt beim HSV die Entziehungskur leitete auch in Nürnberg ran um die Club-Spieler von Marlboros zu entwöhnen. Derweil sieht man Rudi Gutendorf auf der Trainerbank im Wuppertaler Zoostadion alleine und verlassen sitzen, da er der Ansicht ist, dass Hannover in Wuppertal antreten muss. Die 96er gewinnen zur gleichen Zeit in der Arena auf Schalke. Nach der 10. Heimniederlage erwägt Rudi Assauer die Übernahme des Gladbacher Modells (im Parkstadion spielen und in der Arena übertragen), um gleichzeitig einen neuen Zuschauerrekord aufstellen zu können. In Rostock herrscht dagegen Hochstimmung. Man scheint sich nach einem Höhenflug für die Champions-League qualifizieren zu können und niemand weiss warum. Die Wolfsburger träumen ebenfalls vom internationalen Wettbewerb, befinden sich leider aber nur im Mittelfeld der Tabelle. Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit entlässt Trainer Gerets den für die Mannschaft zuständigen Ernährungsberater und nimmt die Sache selber in die Hand. Die Spieler müssen ab sofort täglich belgische Pralinen essen. Wolfsburg geht daraufhin als die Mannschaft mit dem höchsten Übergewicht in die Geschichte der Bundesliga ein. Am Ende der Saison triumphieren die Jungs aus der BayArena und werden überraschend (und zum ersten Mal) Meister. Meistertrainer Augenthaler hat (vor dem entscheidenden Spiel) seine eigene Philosophie: "Wir brauchen keinen Psychologen, kein Gummitwist, keine Zigaretten, nein - wir brauchen Weissbier". Freude in Leverkusen, aber auch Freude bei der Nationalmannschaft. Jürgen Klinsmann hat es geschafft und feiert Erfolg auf Erfolg. Nach dem Gummitwist-Erfolg gegen Brasilien denkt sich Klinsi neue Trainigsformen aus, die vor jedem Länderspiel den Hauptgegenstand des Trainings bilden. Die Nationalspieler erfreuen sich an Seilspringen, Flaschendrehen, fröhlichen Kreisspielen und Verstecken in der Sportschule Malente. Klinsis Trainingsformen werden zum Standard in der DFB-Trainerausbildung und zu jedem Trainerlehrgang gehört ein Tagesbesuch (man nennt dies Exkurs) in der Kindertagesstätte Köln-Nippes. In diesem Sinne: Prost, Helau, Alaaf und viel Spass beim Gummitwist.