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dokumentiert vor allem statistisch die Geschehnisse der 1.Fussball Bundesliga.

Sie eignet sich hervorragend als Nachschlagewerk, wenn man frühere Tabellen anschauen möchte, aber
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nachzulesen. Wer aber nachschauen möchte wer
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Warum ist Borussia Moenchengladbach so beliebt?

Die grossen Erfolge der Borussia aus Moenchengladbach liegen schon relativ lange zurueck! In den 70iger Jahren wurde man, unter Hennes Weisweiler und spaeter Udo Lattek, fuenf mal Deutscher Meister, zweimal UEFA Cup Sieger und einmal Pokalsieger. Insgesamt konnte man also insgesamt acht Titel erringen. Dies erklaert sicherlich die Beliebtheit des Vereines, der zur damaligen Zeit existent war. Die Borussia spielte tollen Fussball und war in Europa oder auch in der ganzen Welt bekannt und beliebt. Ihre unbekuemmerte Spielweise, ihre Jugend und ihr laendliches Ambiente verhalfen ihr zum Kosenamen "die Fohlen".

Borussia stand aber auch fuer Dramatik und teilweise leidvolle Erfahrungen, die einzigartig waren und bleiben. Man besiegte Inter Mailand mit 7:1 und dieses Spiel wurde, wegen des beruehmten Buechsenwurfes annuliert. 1976 wurde die Borussia bei ihrem Eurocup Spiel in Madrid vom hollaendischen Schiedsrichter van der Kroft verpfiffen und um einen sicheren Sieg gebracht. Oder man denke an den Pfostenbruch 1971 am Boekelberg, als man hierdurch die Partie gegen Werder Bremen verlor. Borussia stand, in gewisser Beziehung, fuer Tragik.

Aber all dies ist irgendwo Schnee von gestern, vielleicht aber irgendwie auch nicht. viele entdeckten damals ihr Herz fuer den Klub vom Niederrhein und dies faerbt natuerlich auch irgendwo auf die naechste Generation ab. Das nennt man dann wohl Tradition oder Traditionsklub. Solch eine Tradition ist nicht kaufbar! Sie entsteht ueber lange Zeit und muss erarbeitet werden! Kluns wie Wolfsburg, Leverkusen oder Hoffenheim beneiden sicherlich die Borussia um ihre lange und ereignisreiche Tradition. Und genau diese Geschichte der Borussia begruendet die heutige Beliebtheit. Borussia Moenchengladbach ist einfach eine Hochburg des Deutschen Fussballs.

Nun muss man aber sicherlich sehen, dass die beliebtesten Klubs Deutschlands mit Sicherheit die Bayern, der BVB und Schalke 04 sind. Und hierbei duerften die Bayern die Nase deutlich vorne haben. Ob man die Muenchener nun mag oder nicht! Eines muss man ihnen attestieren: Dort wird seit Jahrzehnten sehr erfolgreich gearbeitet. Denken Sie einmal an Staedte wie Berlin, Hamburg oder auch Koeln. Trotz entsprechender Voraussetzungen (Millionen Staedte, grosse Stadien, hohes Fanpotenzial) laeuft man dem Erfolg dort hinterher.

Dortmund und Schalke bilden so etwas, was man fast schon Religionen nennen kann. Und beide Vereine haben, in den letzten Jahren, mit recht Erfolg.

Doch kommen wir zurueck zu Borussia Moenchengladbach. Man muss den Hut ziehen vor dem, was dort mittlerweile erreicht wurde. Ein tolles vereinseigenes Stadion mit Vereinsgelaende (Trainingseinrichtungen, Merchandising, etc.). Die Fohlen sind wieder eine Marke und ziehen entsprechend auch Sponsoren an. Man ist wirtschaftlich solide aufgestellt und gesund! und auch sportlich ist eine sehr positive Entwicklung zu verzeichnen.

In Gladbach "kommt" aber auch etwas "von unten nach oben". Schauen wir uns einmal die aktuelle Mannschaft an: Ter Stegen, Jantschke und Hermann wuchsen, als Nachwuchskraefte, in die Mannschaft hinein. Und mit Reus, Janssen oder Marin wurden Talente gefoerdert, die spaeter viele Millionen in die Kasse der Borussia gespuelt haben.

Neben dem Nachwuchskonzept wurde mit Sachverstand eingekauft. Im aktuellen Kader sei auf Akteure wie Dominguez, Nordveidt oder Hanke verwiesen. Spieler wie Xhaka oder de Jong werden sicherlich auch noch ihr Koennen unter Beweis stellen. Die entsprechende Qualitaet ist bei beiden vorhanden!

Borussia wird ihre Ausnahmestellung der 70iger Jahre sicherlich nicht mehr erreichen koennen. Damals waren die Zeiten anders und heute ist derartiges nicht mehr vorstellbar. Dies tut der Beliebtheit des Klubs jedoch keinen Abbruch und man wird immer wieder positive Akzente setzen. Vielleicht springt dabei ja auch irgendwann einmal wieder ein Titel heraus, auch wenn dies heute sicherlich schwer vorstellbar ist.


Borussias Siege im Europacup

Borussia Mönchengladbach konnte in den 70iger Jahren zweimal den Europacup für sich entscheiden. Damals hiess dieser Wettbewerb noch UEFA-Cup und wurde ausschliesslich im K.O. Modus ausgetragen. Das Finale erfolgte damals in Hin- und Rückspiel, zumindestens in diesem Wettbewerb. Heute entspricht die Europa League dem UEFA-Cup.

In der Saison 1974/75 zog Borussia in die Finalspiele des UEFA Cups ein. Auf dem Weg dorthin setzte man sich gegen Wacker Innsbruck, Olympique Lyon, Real saragossa, Banik Ostrau und (im Halbfinale) 1.FC Köln durch. Gegner in den Endspielen waren die Niederländern von Twente Enschede. Um dies zu relativieren: Twente Enschede schaltete im Laufe des Wettbewerbes so namhafte Gegner wie Ipswich Town oder Juventus Turin aus!

Das Hinspiel wurde am 07.Mai 1975 im Düsseldorfer Rheinstadion ausgetragen. In der Besetzung Kleff - Wittkamp, Stielike, Vogts, Surau - Bonhof, Wimmer, Danner (Del'Haye), Kulik (Schäffer) - Simonsen, Jensen - reichte es nur zu einem 0:0. Schmerzlich wurde Jupp Heynckes vermisst, der im Rückspiel allerdings wieder mitwirkte.

Das Rückspiel wurde am 21.Mai 1975 in Enschede gespielt und wurde zur Sternstunde des Jupp Heynckes, der in Enschede drei Tore schoss. Die anderen beiden Treffer besorgte Alan Simonsen. Die Borussia stürmte in der Besetzung Kleff - Wittkamp, Vogts, Surau (Schäffer), Klinkhammer - Bonhof, Wimmer (Köppel), Danner - Simonsen, Jensen, Heynckes - zu einem grandiosen 5:1 Sieg und gewann den UEFA Cup. Damaliger Trainer war Hennes Weisweiler (Abb.)!

Hennes Weisweiler Auffällig: Sechs der damals in den Endspielen eingesetzten Akteure wurden später mehr oder weniger erfolgreiche Trainer (Vogts, Bonhof, Stielike, Köppel, Simonsen und Heynckes!).

In der Saison 1979/80 konnte die Borussia noch einmal den UEFA Cup gewinnen. Trainer war damals Udo Lattek, der Mitte der 70iger die Nachfolge von Hennes Weisweiler antrat. Im Laufe des Wettbewerbs hatte man sich gegen Sturm Graz, Benfica Lissabon, Slask Breslau, Manchester City und den MSV Duisburg (!) durchgesetzt. In den Endspielen ging es nun gegen Roter Stern Belgrad. Der Rote Stern hatte im Halbfinale übrigens die Hertha aus Berlin elimiert.

Am 09.Mai 1979 kam es zum Hinspiel in Belgrad. Die Partie vor 87.000 (!) Zuschauern endete mit 1:1. Der Rote Stern führte lange mit 1:0. Die Borussia konnte in der 60. Minute, durch ein Eigentor, ausgleichen. Ein optimales Ergebnis, wenn auch recht glücklich entstanden. Borussia spielte in der Besetzung: Kneib - Vogts, Hannes, Schäffer, Ringels - Schäfer, Kulik, Nielsen (Danner), Wohlers (Gores) - Simonsen, Lienen -

Das Rückspiel fand am 23.Mai 1979 in Düsseldorf statt. Borussia konnte in der Besetzung Kneib - Vogts, Hannes, Schäffer, Ringels - Schäfer, Kulik (Köppel), Wohlers, Gores - Simonsen, Lienen - einen knappen 1:0 Sieg erringen. Das Siegtor erzielte Alan Simonsen bereits in der 15.Spielminute.

Auffällig: Auch aus dieser Mannschaft wechselten später viele Akteure ins Trainerfach (Vogts, Schäfer, Köppel, Wohlers, Simonsen, Lienen).

Nach dem zweiten UEFA Cup Sieg fiel das Team der Borussia übrigens auseinander. Trainer Udo Lattek verliess die Borussia. Nachfolger wurde sein bisheriger Assistent Jupp Heynckes, der damit seinen ersten Job als Cheftrainer übernahm. Berti Vogts hatte seine Karriere beendet und Alan Simonsen war nach Spanien gewechselt.

Im Gegenzug begegnete man neuen Gesichtern am Bökelberg, die die kommenden Jahre prägen sollten: Hans Günter Bruns, Lothar Matthäus (damals 18 jahre jung) oder Harald Nickel seien hier genannt.

Berti Vogts hatte nach dem UEFA Cup Sieg 1979 prophezeit, dass dieser Titel der letzte für lange Zeit bleiben würde. Er sollte hiermit recht behalten. Erst 16 Jahre später (1995) konnte man den DFB Pokal gewinnen!


Torschützenkönige in Mönchengladbach.....

Borussia Mönchengladbach gehört zur Gruppe der wirklichen Traditionsvereine der Fussball Bundesliga. Man muss sich hierzu lediglich einmal die ewige Tabelle anschauen, wo die Fohlen weiterhin recht weit vorne stehen.

Jahr für Jahr wird der erfolgreichste Torschütze der Fussball Bundesliga als Torschützenkönig geehrt. Und auch Borussia Mönchengladbach kann auf Torschützenkönige, drei an der Zahl, zurück blicken. Der Witz an der Sache: Jüngere Fans der Borussia dürfte den ältesten Torschützenkönig der Borussia am ehesten kennen. Aber der Reihe nach......

Erster und ältester Torschützenkönig der Borussia ist bzw. war Jupp Heynckes in den glorreichen 70iger Jahren. In den 70iger Jahren bildete Deutschland eine wirkliche Ausnahmeposition im Weltfussball, vergleichbar mit der heutigen Ausnahmestellung der Spanier. Ein problem dieser Zeit für manchen Klassefussballer Deutschlands war, dass er im Schatten eines anderen Klassespielers stand. Zumindestens gilt dies, wenn wir über Fussball Deutschland der damaligen Zeit reden. So stand ein Günter Netzer im Schatten eines Wolfgang Overath und Jupp Heynckes im selbigen eines gewissen Gerd Müller, seines Zeichens dem "Bomber der Nation". Bezeichnend, dass Gerd Müller das 2:1 Siegtor im WM-Finale 1974 gegen die Niederlande schoss...

In den 80ziger Jahren machte ein Mann von sich reden, der einen grossen Namen trug. Die Rede ist von Uwe Rahn, der einmal Torschützenkönig wurde. Aus welchen Gründen auch immer: Der damalige Teamchef Franz Beckenbauer ordnete Rahn als einen der besten Spieler ein, die er jemals unter seinen Fittichen hatte. Der Durchbruch zum Topspieler internationalen Formats gelang Rahn jedoch nicht. Nachdem Rahn Torschützenkönig wurde wollte der PSV Eindhoven den Gladbacher Stürmer für die damalige Rekordablöse von 12 Millionen D-Mark kaufen. Der damalige Manager Grashoff blieb hart und erteilte keine Freigabe, was seitens Uwe Rahn keinesfalls positiv aufgenommen wurde. In Folge bröckelte die Karriere des Uwe Rahn so dahin. Rahn veränderte sich später nach Köln und weiter nach Berlin. Im Gesamtfazit absolvierte Uwe Rahn eine gute Karriere als Bundesligaspieler, schöpfte sein enormes Potenzial jedoch nie wirklich aus.

Der dritte Torschützenkönig war Heiko Herrlich, den der damalige Gladbacher Manager Rolf Rüssmann von Bayer Leverkusen kommend verpflichtete. Herrlich bildete ein exzellentes Sturmduo mit dem Schweden Martin Dahlin. Die damalige Gladbacher Truppe Mitte der 90iger Jahre war durchaus "top" besetzt (Patrick Andersson, Kalla Pflipsen, Stefan Effenberg, Heiko Herrlich, Martin Dahlin, etc.) und konnte sogar den DFB Pokal gewinnen. Herrlichs positive Entwicklung erweckte Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz und so wanderte er (gegen Zahlung einer stattlichen Ablöse) schliesslich zu Borussia Dortmund, wo er ebenfalls sehr erfolgreich spielte. Dieser Wechsel hatte im übrigen einen gewissen negativen Touch. Herrlich hatte noch in Gladbach Vertrag und die Borussia wollte ihren Topgoaler nicht freigeben. Herrlich signalisierte jewoch wenig Interesse weiter für die Fohlen zu spielen und so gab man dem Werben des BVB nach.

Jupp Henyckes, Uwe Rahn und Heiko Herrlich......Drei Spieler, drei Stories und jeder in seinem speziellen Jahrzehnt. So unterschiedlich ihre Entwicklung sind, so verbindet sie der Titel des Torschützenkönigs als Spieler von Borussia Mönchengladbach.


Warum ist es auswärts schwerer als daheim?

Dieser Tage macht das Gerücht von den "Auswärts Deppen Borussia" die Runde..... In dieser Saison schied man in Darmstadt im Pokal aus und verlor auswärts in München, Leverkusen und Hoffenheim. Stellt sich natürlich irgendwo die Frage, warum es auswärts schwerer ist als daheim.

Der Effekt "Auswärts ist schwerer als daheim" belegen die Statistiken eindeutig! Und für diesen Effekt existieren auch eine ganze Reihe von Gründen!

Ein Heimspiel belässt einen zunächst einmal in seinem gewohnten Umfeld. Hierbei trifft die alte Weisheit zu, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Es gibt einfach Sicherheit, wenn man sich in vertrautem Gebiet bewegt. Das macht die Sache einfach leichter.

Daneben ist es auch so, dass eine Reise grundsätzlich auch eine Strapaze darstellt bzw. anstrengend ist. Dies wird jeder von uns sicherlich bestätigen können.

und zu guter letzt ist es natürlich auch so, dass man daheim die eigenen Fans im Rücken hat. Diese feuern die eigene Mannschaft an und schüchtern irgendwo auch das gegnerische Team ein. Und gerade solch eine Atmosphäre kann, in einem sehr strittigen Fall, den Ausschlag für den Piff oder das Ausbleiben des Pfiffs durch den Schiri, zugunsten der Heimmannschaft, ergeben. Wobei dies keine bewusste Handlung sein muss, sondern eher auf einer unbewussten Ebene läuft. Anstatt des Mottos "Im Zweifel für den Angeklagten" heisst es dann "Im Zweifel für die Heimmannschaft".

Alles in allem ist der Heimvorteil ein wirklicher Vorteil. Und wenn zwei Teams in etwa die gleiche Stärke haben, so gibt dieser Heimvorteil häufig den Ausschlag.

Auf diese Umstände reagieren die Trainer der Teams taktisch. Da wird auswärts im Regelfall vorsichtiger gespielt, was man letzten Endes als "defensiver" bezeichnen kann. Man spielt auf Sicherheit, abwartend und überlässt der Heimmannschaft die Initiative. Man hofft dann über einen schnellen Gegenangriff, einem Konter, selber zum Erfolg zu kommen.

Die Borussia dieser Tage tritt in gegnerischen Arenen im Stile einer Heimmannschaft auf und versucht ein dominantes Spiel zu zeigen. Dies ist bilang zumeist gelungen, jedoch ohne irgend einen Ertrag. Salopp könnte man formulieren: "Man verliert auf des Gegners Platz einfach schöner als andere".

Nun birgt solch eine Auswärtsschwäche gewisse Gefahren. Wenn man auswärts verliert, so muss man das nächste Heimspiel irgendwie gewinnen! Ansonsten sinkt man in der Tabelle weiter ab! Man baut also irgendwie und irgendwo einen Druck auf, den Druck des im "Heimspiel gewinnen müssens".

Stellt sich nun noch die Frage, was man tun kann, wenn es auswärts nicht so richtig klappen will. Eine Option ist die "den Laden hinten dicht zu machen", wenn man auswärts antreten muss. Dies bedeutet, dass man sehr defensive auftritt und vorne auf die wenigen Chancen vertraut, die sich ergeben werden. Manch Trainer, gerade von Teams im Abstiegskampf, versucht es mit dieser Strategie.

Letzten Endes gibt es aber kein wirkliches Patentrezept, was man machen kann, wenn die Diagnose "Auswärtsschwäche" lautet. Am besten ist, zur Behebung des Problemes, einfach mal ein Auswärtsspiel zu gewinnen!


Herausragende Borussen aus Mönchengladbach

Die Borussia aus Mönchengladbach hatte viele herausragende Könner. Im nachfolgenden Artikel sei an viele dieser Protagonisten erinnert und dies sortiert nach Mannschaftsteilen!

Der wohl originellste Torhüter der Bundesliga Geschichte kickte am damaligen Bökelberg. Die Rede ist von Wolfgang Kleff, der sich ja auch als Otto Double etablierte. Kleff war ein Torwart mit fantastischen Fähigkeiten speziell auf der Linie. Er hatte nur ein Problem: In München spielte zu dieser Zeit Sepp Maier, der die damalige absolute Nummer 1 in Fussball Deutschland war. So brachte es Wolfgang Kleff lediglich auf sechs Länderspiele. Ende der 70iger wurde Kleff von einem Riesen namens Wolfgang Kneib abgelöst. Kneib war ein Baum von einem Mann mit annähernd zwei Meter Körpergrösse. Auf Kneib folgten Uli Sude und Uwe Kamps, die lange das Tor der Borussia hüteten. In Gladbach ging dann der Stern von Robert Enke auf (der sich später tragischerweise das Leben nehmen sollte). Es folgten Torhüter wie Stiel, Bailley oder Heimeroth. Und nun setzt ein mit Marc Andre ter Stegen ein wirklicher Könner die lange Tradition der Borussen Keeper fort.

Wenn man über die Fohlen der 70iger spricht so darf man auch von einer gewissen "Rustikalität" sprechen, wenn es um die Defensive ging. Verteidiger der damaligen Zeit namens Sieloff, Luggi Müller, Hans Klinkhammer, Frank Schäffer oder Berti Vogts waren allesamt wenig filigran. Sie wussten dem Gegner den Schneid durch eine rustikale Gangart abzukaufen. Und auch ein Rainer Bonhof startete seine Karriere in defensive Gefilden. Bonhof gab einige Zeit den Vorstopper vor dem damalige Libero Wittkamp. Auch später stand eine gewisse Rustikalität im Fokus, wenn man über Borussia sprach. Man erinnere sich hier an Namen wie Hans Günter Bruns, Wilfried Hannes oder Uli Borwoka. Tadellose Sportsmänner, die stets vollen Einsatz für den Verein gaben.

Gladbach war aber auch die Schule für exzellente Innenverteidiger, die später Bayern von grossem Nutzen sein sollten. Zwei Namen sind hier besonders einprägsam: Die Rede ist von Patrick Andersson und Dante!

Borussia Mönchengladbach hat viele Klasseverteidiger hervorgebracht und gesehen!

Noch fülliger wird es, wenn wir über das Mittelfeld reden. Da tummeln sich eine Unmenge begnadeter Spieler! Denken wir auch hier an die 70iger und dann an Namen wie Netzer, Danner, Kulik, Wohlers, Schäfer, Bonhof, Stielicke, Köppel oder Hacki Wimmer. Aber auch was darauf folgte waren exzellente Könner dieses Metiers. Lother Matthäus Stern ging am Bökelberg auf und gleiches gilt auch für Stefan Effenberg! Gladbach war stets ein gutes Pflaster für Ausnahmekönner im Zentrum des Fussballgeschehens. Ein Deisler, ein Janssen oder ein Marin wurden in Gladbach zu bekannten Grössen des Deutschen Fussballs.

Manchmal nannte man die Borussia auch Torussia, weil sie oft wie ein Wirbelwind durch die gegnerischen Reihen fegten. Der Borussia gierte es nach Toren. Der Grund war klar: Man verfügte über exzellente Stürmer. In den Frühzeiten der grossen Gladbacher Erfolge hiessen die Akteure Henyckes, Laumen, Le Fevre, Jensen oder Rupp. Später gesellte sich auch ein gewisser Alan Simonsen hinzu, der sogar Europas Fussballer des Jahres wurde.

Aber auch danach waren Gladbaches Stürmer stets erstklassig. Günther Thiele, Uwe Rahn, Frank Mill, Martin Dahlin oder Heiko Herrlich sind hier zu nennen. Und auch in unserer Zeit produzierte man erstklassige Angreifer wie jüngst Marco Reus, der ja mittlerweile in Dortmund spielt.

Borussia hat über Jahrzehnte grosse Akzente im deutschen und internationalen Fussball gesetzt. Viele der vorgenannten Spieler wurden später auch zu Stars im Ausland. Und viele dieser Akteuer avanchierten zu erfolgreichen Trainern und Managern des Fussballsports. Dieser Tage sticht natürlich besonders Jupp Heynckes und seine Erfolge mit den Bayern in den Blick.


Von Rekord Transfers und der WM 2014

Ein Spieler namens Bale wechselt für 100 Millionen Euro (!) von Tottenham zu Real Madrid. Im Gegenzug verabschiedet sich Mesut Özil von Real und schnürt zukünftig für Arsenal London seine Fussballstiefel. Arsenal lässt sich dies 50 Millionen Euro kosten, die als Ablöse an Real fliessen!

Übrigens: Bei der WM 2014 werden wir Bale wohl nicht sehen! Er ist Waliser und Wales dürfte sich nicht für die WM 2014 qualifizieren.

Die 37 Millionen Euro, welche Bayern für Mario Götze an Borussia Dortmund zahlen muss, nehmen sich recht bescheiden aus, wenn man die Dimensionen des Bale Transfers betrachtet. Aber auch diese Summe ist eigentlich schon fernab jeglicher Logik. Allerdings muss man bedenken, dass die Bayern auch in etwa 80 Millionen Euro alleine in der Champions League eingenommen hat, was die Saison 2012/2013 betrifft.

Im Segment Fussball wird also in Europa verdammt viel Geld bewegt. Gleichzeitig herrschen gerade in den südlichen Gefilden Europas grosse Nöte wie die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Spanien oder die laufende Krise in Griechenland. Man darf annehmen, dass kein spanischer Erstligist, selbst Barca oder Real, in Deutschland eine Lizenz erhalten würde. Die meisten spanischen Klubs sind überschuldet und stehen insbesondere beim spanischen Fiskus gewaltig in der Kreide.

Die Bundesliga ist wirtschaftlich gesund und Spielergehälter bzw. Prämien werden hier pünktlich gezahlt. Davon abgesehen sind die Stadien top und viele attraktive Vereine spielen in den Profiligen Deutschlands. Der Standort Deutschland ist also, bezogen auf den Fussball, einer der besten der Welt. Stellt sich natürlich die Frage, ob dies die Chancen bezüglich der WM 2014 erhöht.

Vorab: Die Zahl der Favoriten der WM 2014, das kann man heute schon sagen, ist relativ überschaubar! Momentan besitzen drei Teams in Europa die Klasse solch einen Titel tatsächlich zu gewinnen. Dies sind Spanien, die Niederlande und Deutschland. Diese Nationen verfügen über entsprechende Klasse, was das Spielermaterial betrifft. Englands Klubs bestechen in den Eurocups, da sie viele Stars aus dem Ausland beschäftigen. Frankreich und Italien hinken momentan etwas hinter her.

Die Niederländer verfügen über eine junge Truppe, die offensiv begeistern kann. Joachim Löw hat, bezüglich der Deutschen Nationalelf, weiterhin eine riesige Auswahl an tollen Spielern. Ausreichend ist alleine schon das, was aus Dortmund oder München an Spielern angeboten wird! Dominant ist weiterhin Spanien. Sie sind nicht nur aktueller Welt- und Europameister! Vor kurzem gewann die spanische U21 auch die U21 Europameisterschaft!

Für Europäer ist es stets sehr schwierig in Südamerika zu spielen! Der Grund liegt in den klimatischen Verhältnissen, die dort herrschen! Man muss also mit Brasilien (Heimrecht) und Argentinien rechnen. Mit Neymar (Brasilien) und Messi (Argentinien) treten bei dieser WM zudem "Fussballgötter" an, die im übrigen beide für den FC Barcelona spielen!

Die WM 2014 könnte jedoch ein Fixpunkt werden, der den dann folgenden Trend am Transfermarkt bestimmt. Die Frage wird sein, ob sich der momentane Trend weiter fortsetzt oder man wieder in vernünftigere Bahnen gelangen wird. Ein Spieler wie Bale kann ja durchaus einen Kreuzbandriss erleiden........

Der kommenden Saison und der am Ende stehenden WM darf man jedenfalls mit grosser Spannung entgegen sehen!


Wir waren dreimal Weltmeister

Deutschland war 1954, 1974 und 1990 Fussball Weltmeister. Dazu konnte man 1972, 1980 und 1996 den Titel des Europameisters erringen. Von den Titeln als Vizeweltmeister und Vizeeuropameister wollen wir hier garnicht reden! Eines ist klar: Die Titelgewinne 1954, 1974 und 1990 waren völlig unterschiedlich in ihrer Entstehung!

Der Titel des Jahres 1954 war sicherlich die grösste Sensation der Deutschen Fussballgeschichte. Der zweite Weltkrieg lag gerade einmal neun Jahre zurück und alles rechnete mit dem WM-Gewinn der Übermannschaft aus Ungarn. Deutschland musste im Verlauf des Turniers zweimal gegen den Top Favoriten spielen. In der ersten Partie (Vorrunde) schickte Trainer Sepp Herberger die 2.Mannschaft aufs Feld, die dann schliesslich mit 3:8 Toren verlor. Im Endspiel sah man sich wieder und Ungarn unterschätzte das Deutsche Team. Dieses trat nun mit der 1.Mannschaft an und warf die typisch deutschen Tugenden (Kampf und Einsatz) ins Spiel. Man konnte die Ungarn so überraschen und letzten Endes mit 3:2 Toren triumphieren.

Die WM 1974 stand unter anderen Vorzeichen. Das Turnier fand in Deutschland statt und die DFB Elf war amtierender Europameister. Das Gerippe des Teams bestand aus einer Blockbildung der Spieler von Bayern München (Maier, Beckenbauer, Schwarzenbeck, Breitner, Hoeneß, Müller) und Borussia Mönchengladbach (Kleff, Vogts, Bonhof, Netzer, Wimmer, Heynckes), wobei die Bayern Akteure bezüglich der Stammbesetzung dominierten. Die einzige sportliche Gefahr stellten die Niederlande dar, die damals vielleicht die beste Elf der Welt war. Franz Beckenbauer war als "Kaiser" der Leader des Deutschen Teams und Johann Cruyff als "König" der Niederländer das Pendant.

Miteintscheidend für den Titelgewinn war der Umstand, dass die BRD in der Vorrunde überraschend gegen den kleinen Bruder DDR verlor! Hierdurch rückte die Mannschaft näher zusammen und man konnte in der Zwischenrunde den Niederländern ausweichen. In der Zwischenrunde konnte die DFB-Elf Schweden, Polen und Jugoslawien schlagen und zog so ins Finale gegen die Niederländer ein. Hätte Deutschland die DDR geschlagen, so wäre man bereits (als Erster der Vorrundengruppe) in der Zwischenrunde auf die Niederländer gestossen.

Das WM Finale 1974 gewann die BRD letztendlich mit 2:1 gegen die Niederländer, weil man den Bomber der Nation in vorderster Front hatte. Die Oranjes waren zwar, über weite Strecken, das bessere Team. Nach jeweils zwei Elfmetern hüben und drüben entschied jedoch der Müller Gerd mit einem Tor zum 2:1 die Partie für den Gastgeber aus Deutschland. 1974 hat somit die glücklichere Mannschaft den Titel errungen. Aber Glück gehört halt auch dazu!

1990 war hingegen ein völlig anderes Turnier! Die damalige Deutsche Mannschaft war das mit Abstand beste Team des Turniers. Man muss hier sehen, dass damals eine ganze Reihe deutscher Spieler ihr Geld in Italien verdiente. Und dort waren Akteure wie Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann, Rudi Völler oder Andreas Brehme zu absoluten Weltklassespielern gereift. Die damalige Truppe war ihren Kontrahenten um Längen überlegen und Akteure wie Matthäus, Brehme, Klinsmann oder Guido Diego Buchwald spielten das Turnier ihres Lebens. Dieser Titel war der "deutlichste" WM-Gewinn der drei Weltmeistertitel der WM Geschichte Deutschlands.

Nach dem Titelgewinn von 1990 nahm die Dominanz der Deutschen Nationalelf im übrigen sukzessive ab. Darüber können der EM Titel 1996 und die Vizeweltmeisterschaft 2002 nicht hinweg täuschen. In den vergangenen fünfzehn Jahren haben zwei andere Nationen das Geschehen beherrscht. Zunächst waren es die Franzosen um ihren Superstar Zidan und seit einigen Jahren sind nun die Spanier am Drücker. Aber auch hier gilt: Sport und Fussball unterliegen einem stetigen Wandel!

So darf man weiterhin hoffen, dass die Titelsammlung der Deutschen in den nächsten Jahren wieder Zuwachs erfahren wird! Der letzte Titel (1996) liegt ja doch schon ein wenig zurück!


Städte und Klubs in Deutschland

Es ist durchaus interessant einmal folgendes gegenüber zu stellen. Nachfolgend findet man die fünfundsechzig grössten Städte Deutschlands und dazu die betreffend grössten Fussballklubs der betreffenden Stadt:

01. Berlin Hertha BSC Berlin, Union Berlin
02. Hamburg Hamburger SV, FC St.Pauli Hamburg
03. München FC Bayern München, TSV 1860 München
04. Köln 1.FC Köln, Fortuna Köln
05. Frankfurt Eintracht Frankfurt, FSV Frankfurt
06. Düsseldorf Fortuna Düsseldorf
07. Stuttgart VfB Stuttgart, Stuttgarter Kickers
08. Dortmund Borussia Dortmund
09. Essen Rot Weiss Essen, Schwarz Weiss Essen
10. Bremen SV Werder Bremen
11. Hannover Hannover 96
12. Leipzig Red Bull Leipzig
13. Dresden Dynamo Dresden
14. Nürnberg 1.FC Nürnberg
15. Duisburg MSV Duisburg
16. Bochum VfL Bochum, SG Wattenscheid 09
17. Wuppertal Wuppertaler SV
18. Bielefeld Arminia Bielefeld
19. Bonn Bonner SC
20. Mannheim Waldhof Mannheim
21. Karlsruhe Karlsruher SC
22. Wiesbaden Wehen/Wiesbaden
23. Münster Preussen Münster
24. Augsburg FC Augsburg
25. Gelsenkirchen FC Schalke 04
26. Aachen Alemannia Aachen
27. Mönchengladbach Borussia Mönchengladbach
28. Braunschweig Eintracht Braunschweig
29. Chemnitz Chemnitzer FC
30. Kiel Holstein Kiel
31. Krefeld KFC Uerdingen
32. Halle (Saale) Hallescher FC
33. Magdeburg 1.FC Magdeburg
34. Freiburg SC Freiburg
35. Oberhausen Rot Weiss Oberhausen
36. Lübeck VfB Lübeck
37. Erfurt Rot Weiss Erfurt
38. Rostock Hansa Rostock
39. Mainz FSV Mainz 05
40. Kassel Hessen Kassel
41. Hagen SSV Hagen
42. Hamm VfL Hamm
43. Saarbrücken 1.FC Saarbrücken
44. Mülheim/Ruhr Union 09 Mülheim
45. Herne Westfalia Herne
46. Ludwigshafen/Rhein Arminia Ludwigshafen
47. Osnabrück VfL Osnabrück
48. Solingen Union Solingen
49. Leverkusen Bayer Leverkusen
50. Oldenburg VfB Oldenburg
51. Potsdam FSV Babelsberg
52. Neuss VfR Neuss
53. Heidelberg Heidelberger SC
54. Paderborn SC Paderborn
55. Darmstadt Darmstadt 98
56. Regensburg SSV Jahn Regensburg
57. Würzburg FV Würzburg
58. Ingolstadt FC Ingolstadt
59. Heilbronn FC Union Heilbronn
60. Ulm SSV Ulm
61. Göttingen Göttingen 05
62. Wolfsburg VfL Wolfsburg
63. Recklinghausen FC Recklinghausen
64. Pforzheim 1.FC Pforzheim
65. Offenbach Kickers Offenbach
.......
162. Euskirchen TSC Euskirchen


Originale der Fussball Bundesliga

Die Bundesliga brachte in ihrer 50jährigen Geschichte viele Originale hervor. Von einigen soll hier die Rede sein.

Viele dieser Originale fanden wir auf den Trainerbänken der Liga. Denken wir einmal zurück an die Wiener Grantler Ernst Happel und Max Merkel. Zwei Trainer von altem Schlag, die rigoros durchgriffen. In diese Kategorie der harten Hunde muss man sicherlich auch Werner Lorant einordnen, der vor allem bei den 60igern in München Bekanntheit erlangte.

Mehr verschmitzt kam Alexander Ristic rüber, der die Welt auch mit Weisheiten des Fussballs verwöhnte. Ristic stellte fest: "Wenn Du 2:0 hinten liegst, kannst Du nicht mehr 1:1 spielen". Wie recht der Mann doch hatte!

Es gab auch Trainer, die man als Lautsprecher bezeichnen konnte. Nehmen wir Peter Neururer oder Christoph Daum als Beispiele. Da wurde auch einmal ein Spruch rausgehauen ohne vorher gross nach zu denken! Genau solche Dinge braucht der Fussball jedoch!

Entscheidend ist aber auf dem Platz und da gab es viele Protagonisten, die sehr originell rüber kamen. In den 70igern denkt man hierbei an Sepp Maier oder Willi Ente Lippens, bei denen fünfe auch mal gerade sein konnten. Man munkelt, dass diese beiden einmal einen ganz speziellen Spass planten. Demnach sollte Maier (Torwart der Bayern) einen Abstoss vom Tor zu Lippens (Stürmer von Rot Weiss Essen) spielen. Und Lippens würde diesen Pass dann zum Maier Sepp zurückspielen. Ausprobiert haben die beiden dies übrigens nicht. Zuzutrauen wäre es ihnen aber gewesen.

Sinnbild eines Originals war sicherlich auch Mario Basler, seines Zeichens der "Super Mario". Basler zog sich gerne eine gepflegte Marlboro durch und zeigte anschliessend absolute Topleistungen. Nach einer Pokalniederlage seiner Lauterer gegen die Bayern bezeichnete er den Schiri, vor laufender Kamera, als Hosenscheisser. Super Mario sagte es einfach so, wie er es dachte. Halt ein wirkliches Original.

Lothar Matthäus stand einem Mario Basler im übrigen in nichts nach, wenn es um deftige Interviews ging. Ob in deutscher oder englischer Sprache, Matthäus brachte die Sache stets auf den Punkt. Gleiches gilt wohl auch für Stefan Effenberg, der ebenfalls als Enfant terrible bezeichnet werden darf.

Ein Mittelfeld Effenberg, Matthäus, Basler wäre sicherlich die Horrovorstellung für manchen Trainer. Obschon dieses Trio fussballerisch einiges zu bieten hatte.

Unvergessen dürfte auch Jürgen Wegmann sein, der von sich selber sagte: "Ich bin bissiger als jede Kobra". Daraufhin wurde der Mittelstürmer Wegmann nur noch Kobra Wegmann genannt. Unvergessen auch sein bester Ausspruch: "Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu". Eben ein echtes Original.

Und bei diesen Originalen darf Wolfram Wuttke nicht fehlen, der dem Trainer Jupp Heynckes den Spitznamen "Osram" verpasste. Dies bezog sich auf die gleichnamige Glühbirne und spielte auf die Gesichtsfarbe Heynckes an, wenn dieser vor Wut glühte. Wuttkes Gastspiel in Mönchengladbach (wo Heynckes damals Trainer war) endete entsprechend schnell und Wuttke wechselte zum HSV, wo er auf Grantler Happel traf.

In München spielte der einst der Bomber der Nation. Sein früherer Trainer Tschik Csaikowski nannte ihn liebevoll "kleines dickes Müller". Gerd Müller entsprach dem Bild eines urigen Bayerns und schoss für selbige Tore am Fliessband. Und Müller erzielte dabei Tore mit allen möglichen Körperteilen und in allen möglichen Lagen. Selbst im Liegen hat der Müller Gerd noch ins Tor getroffen. Gerd Müller erzielte sogar Tore, obschon eigentlich gar keine Torchance vorhanden war. Müller war einfach da und machte das Ding......

Und was wäre der Kaiser ohne seinen Adjutanten gewesen? Viele grosse Starspieler konnten glänzen, weil sie einen Wasserträger hatten bzw. jemanden, der ihnen den Rücken frei hielt. Günter Netzer wurde von Herbert Hacki Wimmer abgesichert und Franz Beckenbauer durch einen gewissen Katsche Schwarzenbeck. Schwarzenbeck, ein uriger Bayer mit gewaltiger Nase, wirkte unbeholfen und manchmal etwas hüftsteif. Als Vorstopper räumte er jedoch alles und jeden ab, der gefährlich werden konnte. Und damit hielt er Franz Beckenbauer den Rücken frei!

Natürlich gab es auch originelle Manager und teils sogar originelle Ideen. Die erste Trikotwerbung erfand Günter Mast und staffierte hiermit die Trikots seiner Braunschweiger Eintracht aus. Mast war Eigentümer von Jägermeister! In Mönchengladbach erfand deren Manager Grashoff derweil die Bandenwerbung! Und in Homburg an der Saar warb der beheimatete FC Homburg Mitte der 80ziger für Kondome! Damals ein Skandal, der für einige Gerichtsverhandlungen sorgte!

Heute ist Werbung längst fester Bestandteil des Profifussballs und wäre ohne selbige garnicht mehr finanzierbar!

Aber auch rund um den Fussball entstanden Originale, die bemerkenswert sind. Lange Jahre gehörte ein gewisser Manolo zum Stadionbild der Borussia aus Mönchngladbach am heimischen Bökelberg. Auf dem Zaun vor der Nordkurve hatte man extra für ihn einen Sitz moniert und dort trommelte Manolo für seine Borussia!

Ein steter Quell für solche bemerkenswerte Originale war auch stets der FC Schalke. Dieser Klub stellt, für seine Anhänger, wie kaum ein zweiter eine Religion dar. Und illustre Persönlichkeiten wie einst der "Sonnengott" Eichberger oder später Rudi Assauer (mit seiner dicken Zigarre) passen in dieses Bild.

Der Fussball lebt sehr stark von Personen und ihrem Wirken bzw. ihrer Ausstrahlung. Über manches mag mal im Nachhinein lächeln - aber ohne diese illustren Persönlichkeiten wäre der Fussball nicht das, was er heute ist. Fussball ist auch Show und die Protagonisten sind sozusagen die Showstars der Branche. Dabei kann z.B. ein vermeintlich kleiner (wie beispielsweise Manolo) ein ganz grosser sein oder werden. Manchmal liegt hierbei die Wahrheit auch im Auge des Betrachters.

Der Fussball wird letzten Endes dann tot sein, wenn es diese "Typen" nicht mehr gibt! Denn genau diese "Typen" sind das Salz in der Suppe. Ohne sie würde die Bundesliga zu einem Einheitsbrei verkommen, den niemand wirklich mehr sehen will!

Die Borussia aus Mönchengladbach hat übrigens viele dieser besonderen "Typen" gehabt. Genau dieser Umstand gibt dem Verein, unter anderem, etwas liebenswertes. Es sorgt aber auch dafür, dass der Club in Erinnerung blieb und bleibt.

Orginale polarisieren aber auch. Ein Basler, ein Effenberg oder ein Matthäus haben stets ein Pro und Contra provoziert, was ihre Person, ihre Club, etc. anging. Genau dies braucht der Fussball aber auch, denn dies zieht die Zuschauer in die Stadien und polarisiert die Massen. Die einen wollen diesen Star verlieren und die anderen wollen ihn gewinnen sehen! Und genau das ist ja, was letzten Endes im Fussball zählt!

Massenmedien, offene Grenzen und Fluktuation der Spieler und Trainer machen es heute schwerer solche Originale zu kreiren. Die Zeiten sind schnelllebig und der Informationsfluss sehr, sehr hoch. Umso wichtiger sind in diesen Zeiten Identifikation und Beständigkeit. Erfreulich ist, dass bei den Deutschen Spitzenklubs wieder viele einheimische Talente den Weg in die Spitze finden. Darunter befindet sich sicherlich der ein oder andere Profi, der solch ein Unikat oder ein Original ist. Dem Fussball tut dies insgesamt sehr, sehr gut.


Erfolg ohne Kommerz?

Borussia Möchengladbach ist das Paradebeispiel eines Vereines, der seinerzeit grosse Erfolge feierte ohne grosse Transfersummen ausgegeben zu haben. Wir reder hier natürlich von den goldenen 70igern, die leider schon längst vergangen sind und vierzig Jahre hinter uns liegen. Wenn wir uns heute in Deutschland und Europa umschauen, so werden wir ein Pendant zur damaligen Borussia nicht finden.

Man muss feststellen, dass grosse sportliche Erfolge im heutigen Fussball ohne entsprechendes Geld nicht möglich sind. Die führenden Klubs des Kontinents investieren allesamt entsprechend hohe Summen, um grosse sportliche Erfolge feiern zu können. In der Hauptsache sind Grosssponsoren, TV-Gelder, Werbeeinnahmen und Gelder aus der Champions League Quell dieser Investitionen. Zuschauereinnahmen spielen zwar auch noch eine gewisse Rolle, sie sind jedoch nur eine Einnahmequelle unter vielen.

Aus deutscher Sicht ist momentan lediglich Bayern München wirklich etabliert in diesem Konzert der ganz grossen Klubs des Kontinents. Die Bayern sind durchaus in der Lage, für einzelne Spieler, Ablösesummen von 30 oder 40 Millionen Euro auf den Tisch des Hauses zu legen. Natürlich sind auch die Verträge der Spieler des Rekordmeisters so ausgelegt, dass internationale Klasseleute zu den Bayern wechseln. Borussia Dortmund schickt sich an in diese Phalanx der europäischen Topklubs einzubrechen. Man muss abwarten ob dies, mit der entsprechenden Konstanz, weiter gelingen wird.

Auch die anderen grossen Fussballnationen Europas verfügen über relativ wenige Klubs, die über diese finanzielle Potenz verfügen. Italien hat seine einstige Vormachtstellung verloren, weil dort die Finanzmittel früherer Tage nicht mehr in der Art vorhanden sind. Klubs wie Inter, AC Milan, Juve oder Roma sind zwar immer noch international zu beachten. Die Zeiten einer italienischen Dominanz im Bereich des Vereinsfussballes ist jedoch vorüber.

Spanien lebt im Bereich des Profifussballs über seine Verhältnisse. Viele der spanischen Klubs in Liga 1 sind überschuldet gehen teils schweren Zeiten entgegen. Die spanischen Grossklubs Real und Barca leben hingegen insbesondere von ihrer Reputation und ihrer gewaltigen Basis. Man darf davon ausgehen, dass beide Klubs auch über gewaltige Verbindlichkeiten verfügen. Dank ihrer grosse Investitionsbereitschaft und der hervorragenden Fussball Ausbildung in Spanien gehören beide Vereine nach wie vor zur Creme de la Creme des europäischen Fussballs.

Grosse Dinge tun sich auch in Frankreich! Dort ist, vor geraumer Zeit, eine Investorengruppe aus Katar bei Paris St.Germain eingestiegen. Seit dem wird gewaltig investiert und deutlich mehr als 200 Millionen Euro dürften bereits an Transfergeldern geflossen sein. Unter anderem spielt mit Zlatan Ibrahimovic ein absoluter Weltklassemann beim Topklub aus Paris. Und ebenfalls in Frankreich investiert ist der russische Milliardär Dmitri Rybolowlew, der Haupteigner des AS Monaco ist. Und auch Monaco investiert nun kräftig am Transfermarkt um grössere sportliche Erfolge zu erreichen.

Gerade bei diesen beiden Fällen aus Frankreich gelangen wir zu einem wunden Punkt des Fussballs in Europa. Es stellt sich die Frage nach der Quote vopn Anteilseignern. In Deutschland kann ein Investor keinen überwiegenden Teil eines Fussballvereines erwerben. Es ist also nicht möglich, dass ein Investor zum Alleinherrscher in einem Fussballklub mutiert. In anderen Ländern Europas ist dies durchaus anders!

Dieser vorgenannte Aspekt hat zwei Seiten. Grosse Investitionsvolumen wie in Paris werden in der Regel nur dann vorgenommen, wenn der Investor alleinig oder überwiegend Eigner des Vereins ist. Dieser Fakt ermöglicht nun beispielsweise Paris ganz immense Investitionen, die dem Verein sicher Erfolge bescheren werden. Andererseits: Scheidet oder steigt solch ein Investor aus, so hinterlässt dies häufig ein Trümmerfeld! Die ganze Geschichte hat also ihr Vor- und Nachteile.

England und seine Premier League leben insbesondere von den gigantischen Investitionen der TV-Rechte. Wir reden hier über Verträge, die den Rahmen einer Milliarde pro Saison überschreiten. Man darf gespannt sein, ob man dieses hohe Niveau wird halten können. Natürlich existieren auch auf der Insel Grossinvestoren! Der bekannteste dürfte der Russe Abramovich sein, der in Chelsea investiert!

Werksklubs wie Wolfsburg oder Leverkusen und Traditionsklubs wie Schalke, Gladbach, Stuttgart oder Hamburg spielen in einer ganz anderen Liga, wenn man die Relation zur europäischen Spitze herstellt. In die Phalanx der Riesen dieser Branche könnten sie nur dann einbrechen, wenn sie über Jahre absolut erfolgreich an der Champions League teilnehmen würden. Anders gesagt: Der Abstand der normalen Klubs der Bundesliga in Relation zu den europäischen Topklubs wird eher zu- als abnehmen, wenn wir über den finanziellen Background sprechen.

Um in Deutschland zu bleiben, muss man folgendes bedenken: In einer erfolgreichen Saison spielt der FC Bayern München alleine in der Champions League durchaus 60 bis 80 Millionen Euro ein. Diese Einnahme alleine ist, im Regelfall, höher als der Marktwert von drei bis vier Abstiegskandidaten der Bundesliga bzw. deren Spieler.

Manch einer übt Kritik daran, dass hiermit in den grossen Ligen Europas "zwei Klassen Gesellschaften" entstehen. Diese Bedenken sind nicht ganz von der Hand zu weisen. Zu den Top 3 Ligen der UEFA (Spanien, England und Deutschland) kann man sicher sagen, dass sich momentan die Meister aus den Vereinen Real Madrid, CF Barcelona, Manchester United, Manchester City, Chelsea London, Bayern München und Borussia Dortmund rekrutieren werden. In diesen drei Ländern dürfte kein anderes Team eine realistische Chance auf den Titel haben. Dank ihrer finanziellen Potenz haben diese Klubs einfach die deutlich meisten Finanzmittel und damit auch die absolut stärksten Kader! Erschwerend kommt hinzu: Durch die sportlichen Erfolge potenziert sich das zur Verfügung stehende Geld dieser Klubs mehr und mehr. Und damit nimmt der Abstand zur nationalen Konkurrenz weiter zu.

In den vorgenannten Ligen erleben wir dann das Szenario, dass die wenigen Spitzenklubs quasi ausser Konkurrenz spielen.

Es wäre trotzdessen ein Fehler diese Dinge zu reglementieren. Wir leben schliesslich in einer Marktwirtschaft und nicht in der Planwirtschaft des Ostblocks vergangener Zeiten. Zudem diktiert der Markt die Geschehnisse. Warum sollen englische Klubs nicht von immens hohen TV-Geldern profitieren, die dort nun einmal gezahlt werden?

Eine ganz andere Frage betrifft die Gestaltung der Europapokale. Obschon man eigentlich sagen muss, dass die Europapokale keine Pokalwettbewerbe in dem Sinne mehr sind. Heute ähnelt die Champions League wirklich mehr einer Liga der Topklubs Europas. Vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken eine Art von Europaliga einzuführen und damit die bisherigen Euro Wettbewerbe abzulösen. Auch solch ein Wettbewerb sollte jedoch parallel zu den nationalen Wettbewerben stattfinden und damit etwas besonderes bleiben. Man kann davon ausgehen, dass die Entwicklung der internationalen Wettbewerbe weiter in solch eine Ligen Einrichtung gehen wird!

Kommerz und Kapital sind heute Begriffe, die eng mit dem Profi Fussball verbunden sind. Ohne entsprechenden finanziellen Background lässt sich sportlicher Erfolg kaum noch erzielen. Wer international vorne sein will muss in jedem Fall kräftig investieren!

Wenn also manch einer von früheren Gladbacher Erfolgen träumt und diese wieder herbei sehnt, so ist dies heute mehr als eine Illusion zu betrachten. Borussia ist, für die Verhältnisse der Bundesliga, sehr gut aufgestellt. In Relation zu den Topklubs der Branche national und international ist Borussia jedoch nur (wie viele andere Traditionsklubs auch) zweite Wahl. Begegnungen wie "Gladbach gegen Real" oder "Gladbach gegen Manu" auf Augenhöhe sind momentan weit entfernt.

Als Anhänger von Borussia Mönchengladbach sollte man dieser Realität ins Auge sehen und sich über die Stabilisierung der Fohlen in der 1.Liga freuen. Wenn man sich im gehobenen Mittelfeld mit Blick auf die Euro Plätze platziert hat man viel erreicht! Immerhin spielt man in einer der drei stärksten Ligen dieses Kontinents. Und hoffen darf man immer: Vielleicht gelingt einer Fohlen Generation irgendwann einmal der grosse Coup, mit dem heute niemand rechnet! Wir werden es erleben........


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